Bremsflüssigkeit
Die Bremsflüssigkeit dient dazu, den im Hauptbremszylinder
erzeugten Flüssigkeitsdruck über die Bremsleitungen an die Bremszylinder
weiterzuleiten und muss unter anderem einen hohen Siedepunkt aufweisen. Da
Bremsflüssigkeit jedoch dazu neigt Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und bei
steigendem Wassergehalt der Siedepunkt sinkt, muss die Bremsflüssigkeit in
regelmäßigen Abständen geprüft und spätestens alle 24 Monate gewechselt werden.
Ein erhöhter Wassergehalt fördert außerdem Korrosion in der Bremsanlage und als
Folge daraus Undichtigkeiten an den Zylindern.
Ein weiterer Grund für den regelmäßigen Wechsel sind Verschmutzungen durch
Abriebteilchen, die ebenfalls zu Undichtigkeiten und Fehlfunktionen führen
können.
Kühlmittel
Das Kühlmittel im Kühlkreislauf des Fahrzeugs dient zur
Wärmeverteilung (gleichmäßiges Erwärmen des Motors) und zum Wärmetransport
(Heizungswärmetauscher, Kühler). Es schützt außerdem vor Korrosion-,
Überhitzung- und Frostschäden. Die Frostschutzbestandteile bleiben dauerhaft
erhalten. Die Korrosionsschutzanteile zerstören sich im Laufe der Zeit selbst
und wirken somit wie eine Opferanode; d.h. diese Bestandteile werden zerstört um
die Metallteile im Kühlkreislauf vor weiteren Korrosionsschäden zu schützen.
Bei gealtertem Kühlmittel kann es zu Mineralienablagerungen in Form von Kalk und
Salzen kommen, was zu verminderten Leitungsquerschnitten und somit geminderter
Kühlleistung führt. Im ungünstigsten Fall kann es hierbei auch zu Lochfraß und
daraus resultierendem Kühlmittelverlust kommen. Das Kühlmittel muss alle 24 - 48
Monate erneuert werden. Hier bitte unbedingt Herstellervorschriften beachten! Es
ist außerdem darauf zu achten, nur vom Hersteller freigegebene Kühlmittelzusätze
zu verwenden!
Motoröl
Motoröl hat viele Aufgaben:
Das Motoröl ist im Fahrbetrieb starken Belastungen ausgesetzt. Einflüsse wie Druck, Verschmutzung durch Abrieb, chemische Verschmutzung durch Kraftstoffrückstände und Säuren lassen den Schmierstoff altern. Der regelmäßige Wechsel ist somit unumgänglich! Hierbei sind unbedingt die Herstellervorgaben zu beachten. Bei der Auswahl des Schmierstoffes ist auf Qualität, Herkunft und Herstellerfreigaben zu achten. Wer hier an der falschen Stelle spart kann sehr schnell mit Motorschaden auf der Strecke bleiben. Öl ist das Blut Ihres Motors!
Schaltgetriebeöl / Automatikgetriebeöl
Getriebeöl hat viele Aufgaben:
Die größten Belastungen für das Getriebeöl sind die hohen Drücke an den
Zahnflanken und Verschmutzungen durch Abrieb. Getriebeöl wird grundsätzlich
nicht gefiltert! Manche Hersteller verbauen kleine Magnete zur Sammlung der
Abriebteile.
Die Wechselintervalle haben sich in den letzten Jahren immer wieder verlängert.
Heute gehen viele Hersteller bereits auf Lebensfüllungen über. Da jedoch im
Laufe eines Getriebelebens ein gewisser Abrieb zu erwarten ist, ist diese
Entwicklung eher mit Vorsicht zu genießen.
Ein Getriebeölwechsel im Zuge einer Fahrzeugwartung nach z.B.30.000 km um
Einlaufabriebteile auszuscheiden ist deshalb auch bei Lebensfüllungen eine
durchaus lohnende Investition.
Motorölfilter
Im Fahrbetrieb entstehender Abrieb und verbrennungsbedingte
Rückstände werden von den Filterwerkstoffen am Weiterfluss gehindert und
zurückgehalten. Bei Filterverstopfung wird ein im Filter integriertes
By-pass-Ventil geöffnet um ein Platzen der Filterpatrone und ein Abreißen des
Schmiermittelflusses zu verhindern.
Der Ölfilter ist grundsätzlich bei jedem Motorölwechsel (Herstellerangaben
beachten) zu erneuern!
weitere Bauarten:
Luftfilter
Zur Verbrennung von 10 Liter Kraftstoff benötigt ein Motor
etwa 100 Kubikmeter (=100.000 Liter) Luft. Die angesaugte Luft muss von
Verschmutzungen gereinigt werden um Schäden am Motor vorzubeugen. Der Luftstrom
darf jedoch nicht zu stark gebremst werden! Moderne Fahrzeuge sind fast
ausschließlich mit Papier-Trockenluftfiltern ausgerüstet.
Um Motorleistungsverlust und Treibstoffmehrverbrauch vorzubeugen ist in
bestimmten Intervallen ein Wechsel notwendig (Herstellerangaben beachten).
Darüber hinaus ist eine regelmäßige Sichtkontrolle grundsätzlich zu empfehlen!
Eine weitere Aufgabe des Luftfilter ist in Verbindung mit dem Luftfiltergehäuse
und eventuell vorgebauten Schalldämpfern die Ansauggeräuschdämpfung. Diese
Funktion wird jedoch durch normale Verschmutzung nicht beeinträchtigt.
weitere Bauarten:
Kraftstofffilter
Kraftstofffilter filtern mechanische Verunreinigungen aus dem
Kraftstoff um Funktionsstörungen und Folgeschäden an der Gemischaufbereitung und
der Motormechanik zu verhindern. Ein Kraftstofffilter für einen Otto-Motor mit
Benzineinspritzung muss Partikel ab einer Größe von 0,001 mm zurückhalten!
Diesel-Kraftstofffilter sind häufig mit einem Wasserabscheider ausgestattet.
Dieser ist regelmäßig zu entleeren.
Bei den Wechsel-/Entleerungsintervallen sind die Herstellervorgaben und die
Betriebsbedingungen zu beachten!
Filter-Trockner der Kfz-Klimaanlage
Der Filter-Trockner ist im Kältemittelkreislauf der
Klimaanlage verbaut und hat grundsätzlich drei Aufgaben. Das Filtermaterial soll
Fremdkörper im System (z.B. durch Abriebteile vom Kompressor,...) zurückhalten.
Der hygroskopische Kern entzieht dem durchströmenden Kältemittel Feuchtigkeit,
die im System Funktionsstörungen und Folgeschäden verursachen können. Darüber
hinaus dient der in Kältemittelflussrichtung vor dem Expansionsventil montierte
Filter-Trockner als Kältemittelspeicher.
Ein Austausch ist grundsätzlich erforderlich, wenn nach Öffnen der Anlage Luft
und somit Feuchtigkeit eindringen konnte. Filterhersteller HELLA z.B. schreibt:
"Trockner müssen alle zwei Jahre und bei jeder Öffnung der Anlage ausgetauscht
werden". Ein grundsätzlicher Austausch nach Jahren ist nach unseren Kenntnissen
jedoch von keinem Fahrzeughersteller zwingend vorgeschrieben.
Innenraumluftfilter
Eine moderne Fahrzeugbelüftung hat je nach Fahrzeugtyp und
Gebläsestufe einen Luftdurchsatz von etwa 5 -12 Liter/Sekunde. Das bedeutet: bei
einer einstündigen Autofahrt können bis zu 43.200 Liter Luft durch einen
Fahrzeuginnenraum geblasen werden. Bei Einsatz von Innenraumluftfiltern (werden
auch als Air-Kat, Mikrofilter, Klimafilter, Pollenfilter, Partikelfilter,...
bezeichnet) wird diese Luft zu nahezu 100% von Feststoffen wie Pollen, Sporen
und Rußpartikeln befreit in den Innenraum geleitet. Einige Ausführungen sind
zusätzlich mit einem Aktivkohlefilter ausgestattet der Schadstoffe wie
Stickoxide, Ozon und lästige Gerüche zurückhält.
Ein verschmutzter Innenraumluftfilter behindert den Luftdurchsatz, führt somit
zu mangelhafter Belüftung und verzögert das Freiblasen von beschlagenen
Scheiben.
Bei den Wechselintervallen sind die Herstellerangaben zu beachten, wobei eine
regelmäßige Sichtkontrolle grundsätzlich zu empfehlen ist! Bei manchen
Fahrzeugtypen ist der Austausch des Filters durch die technisch optimal
durchdachte, aber montageergonomisch unsinnige Einbaulage vergleichsweise
aufwändig (z.B. BMW 5er E34, Opel Astra ab Bj.99, ...), bei den meisten
Fahrzeugen ist der Austausch jedoch in weniger als 10 Minuten zu realisieren
(BMW 5er E39, Opel Corsa-B, ...).
Neu zugelassene Fahrzeuge sind nahezu alle serienmäßig mit Innenraumluftfiltern
ausgerüstet. Für ältere Fahrzeuge besteht häufig eine Nachrüstmöglichkeit